OBJEKTBERICHT: SPORTHAUS AM SEE

Ausgewogene Symbiose zwischen Bauwerk und Umgebung

Geschäftshaus fügt sich dynamisch ins Stadtbild

Neue Gebäude so in eine Altstadt zu integrieren, dass sie nicht als Fremdkörper, sondern als Bereicherung wahrgenommen werden, gleicht in der Architektur oft der Quadratur des Kreises. Das „Sporthaus zum See“ in Konstanz zeigt auf, wie mit Kreativität und Know-How ermöglicht wird, eine Symbiose zwischen Bauwerk und Umgebung zu schaffen.

Bauliche Dynamik

Das Projekt umfasste zu Beginn eine ausführliche Analyse der Stadtstruktur, bei der Lage und Ortsbild im Fokus standen. Die Architekten Bächlemeid aus Konstanz, Karin Meid-Bächle und Martin Bächle, legten viel Wert darauf, die baulichen Besonderheiten der Konstanzer Innenstadt in ihr Konzept mit einfließen zu lassen. „Es war uns klar, dass hier aus stadtplanerischen Gründen ein massives Bauwerk entstehen sollte, quasi ein statisches Gebäude, aber mit dynamischem Ausdruck“, so Bächle über den Beginn der Planungen. Da das Bauwerk als Geschäftshaus sowie als Penthouse-Wohnung Verwendung findet, war Martin Bächle vor allem wichtig, ein in Form und Funktion entsprechendes Gebäude zu entwerfen: „Dies war zunächst schwierig, weil diese aus dem Boden herauswachsenden, fest verankerten Gebäude an diesem Ort nicht selbstverständlich Dynamik versprechen. Unser Ziel bestand darin, ein Materialkonzept der Außenfassaden und Innenräume zu finden, das den Grundgedanken zum neuen Gebäude folgt, mit seinem Umfeld korrespondiert, Impulse gibt und fehlendes vervollständigt.“

Baubronze als ästhetisch wertvolle Lösung

Martin Bächle entschied sich bewusst für eine Umsetzung in Massivbauweise mit einzelnen, klar abgegrenzten Fenster- und Türöffnungen. Diese Lochfassade des Geschäftshauses beschreibt er als „Ein massives Haus mit Einzelfenstern, das seine Öffnungen, seine Fenster, als große Augen versteht.“
Aus Sicht des zuständigen Fensterbauers Michael Leopold stellt das „Sporthaus zum See“ aufgrund der Fenstersysteme etwas ganz besonderes dar: Die Fensterkonstruktionen wurden mit Baubronzeprofilen ausgeführt. Baubronze hat vergleichbare Eigenschaften wie Aluminium. Es ist wartungsfrei sowie unempfindlich gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse. Bei Oberflächenverletzungen wie Kratzern schützt sich das Metall mit seiner natürlichen Patina selbst. Für Martin Bächle erfüllt die Umsetzung in GUTMANN BAUBRONZE einen ganz ausschlaggebenden gestalterischen Effekt: „Die Ausführung der Fenster in Baubronze verleiht dem Gebäude eine gewisse Großzügigkeit und Würde, auch als Erinnerung an Häuser aus der Jahrhundertwende. Zudem harmonisiert das kupferne Metall optimal mit anderen Baustoffen.“ Die Optik von Baubronze verhält sich lebendig: Die Schutzschicht bildet sich nach einiger Zeit selbstständig aus und kann eine tiefbraune bis anthrazitgraue, auf geneigten Flächen auch grünliche Färbung annehmen.

Fenstertechnik mit Stil

Doch nicht nur der ästhetische Aspekt war entscheidend für die Wahl des Fenstersystems: „Das System muss maximale Transparenz vermitteln und dabei die schweren Gläser tragen. Hierfür hat das Systemhaus entsprechende Sonderlösungen entwickelt.“, so Michael Leopold. Die Fenster wurden mit den GUTMANN BAUBRONZE Systemen LARA GF und BRAGA umgesetzt, letzteres ist nun im System MIRA contour aufgegangen. Darüber hinaus wurden GUTMANN Kantteile in Messing brüniert verbaut. „Alle Ansprüche an die Fenster konnten erfüllt werden: GUTMANN BAUBRONZE Systeme haben den Vorteil, dass hoher Designanspruch mit Wetterschutz kombiniert wird. Das Holz auf der Innenseite verleiht dem Gebäude eine behagliche Atmosphäre. Hervorragende Dämmwerte senken den Energieverbrauch.“, so Michael Leopold über die Vorteile der Fensterkonstruktionen. Eine Besonderheit stellt für ihn auch die absturzsichere Verglasung, TRAV-geprüft, dar.

Abschluss eines ambitionierten Projekts

Das Gebäude wurde nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Insgesamt wurden 674,15 m² an Fenster- sowie 1628,66 m² an Fassadenfläche im „Sporthaus am See“ verbaut. Somit ging ein großes Projekt für Michael Leopold zu Ende, dem noch weitere folgen sollten. Herr Leopold ist Geschäftsführer der Fensterbau Leopold GmbH & Co. KG in Rosenfeld. Das seit 1975 bestehende und 10 Mitarbeiter starke Unternehmen kann auf langjährige Erfahrung im Fenster- und Türenbau zurückgreifen. Als sein Spezialgebiet nennt Hr. Leopold die Umsetzung von Sonderlösungen sowie seine flexible Arbeitsweise. Er zeigt sich mit dem Ergebnis des Projekts und der Zusammenarbeit unter den Beteiligten sehr zufrieden: „Der Außendienstmitarbeiter der GUTMANN Bausysteme GmbH leistete hervorragende Betreuung und Vorarbeit. Uns stand ein gutes Produktspektrum für die geforderten Varianten zur Verfügung.“

Auch Martin Bächle, Co-Inhaber von Bächlemeid Architekten, sieht sich zufrieden am Ende eines langen Weges: „Wir haben hier einen Stadtstein entworfen, einen kleinen Teil, einen Beitrag zur Stadt. Das ist wichtig, weil jeder Ort und Raum seine Eigenheiten in sich trägt. Ich spreche von Eigenschaften, die herausgeschält werden müssen, um Gründe zu verdeutlichen, Ruhe zu bekommen und Impulse zu schaffen. Es ist wie ein Körper und Organismus – ein Gebäude, das stimmig in Erscheinung treten soll.“

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