OBJEKTBERICHT: SPLITLEVELHAUS STUTTGART

Gebaute Naturnähe

Neubau eines Passivhaus-Wohngebäudes in Leverkusen

Architekten sind Künstler. Die Landschaft ist ihre Leinwand, Glas, Metall und Beton ihre Farben. Um architektonisch wertvolle Projekte umsetzen zu können, gilt es höchste gestalterische sowie wirtschaftliche und ökologische Ansprüche zu erfüllen. Das Architektenehepaar Katharina und Carsten Hellmann aus Leverkusen haben ihr jetziges Wohnhaus selbst durchgeplant und konnten dadurch gezielt ihre Fachkenntnis um gehaltvolle Bauprodukte mit einbringen.

In definierter Linienführung fällt der quer­ lagernde Gebäuderiegel ins Auge. Ein über Eck geführtes Bandfenster mit breitem Brüstungsband dominiert die horizontale Gliederung der Südseite. Dadurch wird in der klaren, zurückhaltenden Fassadengestaltung Spannung erzeugt. Stilelemente der architektonischen Moderne sind an diesem Wohngebäude deutlich ablesbar. Eingebettet in die Topographie, liegt das Einfamilienhaus am Rande eines Le­verkusener Landschaftsschutzgebietes. Mit süd-westlicher Ausrichtung öffnet sich das Grundstück zu dem von Wäldern geprägten Leimbachtal hin. Hervorgegangen war der Bauplatz aus einem ehemali­gen Hofgrundstück, das zuvor unterteilt und getrennt verkauft worden war. Als Ei­genheim für die Familie realisierte Archi­tektin Katharina Heilmann mit dem Projekt ihre Vorstellung von naturnahem Wohnen.

Welche allgemeinen Voraussetzungen waren für das Projekt relevant?
Aus ästhetischer Sicht handelt es sich um ein in einfacher, puristischer Kubatur gehaltenes Gebäude. Neben dem optischen Aspekt waren mir ökologische, nachhaltige und energieeffiziente Gesichtspunkte sehr wichtig, weswegen wir uns für eine Passivhausbauweise entschieden haben. Ebenfalls fand ich den Werkstoff Holz bestens geeignet um die oben geforderten Maßnahmen umzusetzen.

Worin sahen Sie die Herausforderung bei der Planung und Ausführung des Projekts?
Wie bei jedem Bauprojekt taten sich einige Hürden auf, die es zu überwinden galt – technischer sowie wirtschaftlicher Natur. Aus technischer Sicht gehörten die unterzugfreien Deckenansichten, die versteckten Lüftungsführungen sowie die raumhohen Verglasungen zweifellos zu den größten Herausforderungen des Projekts. Hand in Hand mit dem Lösen dieser Problemstellungen ging natürlich auch die Frage nach der Einhaltung des finanziellen Rahmens der baulichen Umsetzung. Darüber hinaus tat die relativ kurze Bauzeit ihr Übriges dazu, dass dieses Projekt sich zu einer interessanten Herausforderung entwickelte.

Wieso haben Sie Holz-Aluminium Systeme verwendet?
Diese Art von Fenster- und Fassadensystemen schützen das Holz optimal und sind dadurch äußerst langlebig und wartungsarm. Außerdem hat man die Wirkung zweier spannender Materialien: außen eine moderne strenge und innen behagliche natürliche Atmosphäre.

Welche Holz-Aluminium Konstruktionen wurden verbaut und wo sehen Sie die Stärken des Produkts?
Es wurden ca. 93,5 m² der Holz-Aluminiumfassade GUTMANN LARA GF verbaut. Mit diesem System lassen sich Fensterhöhen von über 2,30 m bei Pfosten/Riegel-Konstruktionen und große Festglaselemente umsetzen. Darüber hinaus ist das System zertifiziert passivhausgeprüft.


Welche Unternehmen aus dem Fassaden- und Fensterbereich waren involviert?
Die GUTMANN AG sowie deren Partner, Terhalle Holzbau aus Ahaus. Außerdem möchte ich auch noch die NR Ingenieurgesellschaft holztragwerke mbH erwähnen, deren Statiker Markus Reimann einen großen Beitrag zu diesem Projekt geleistet hat.