OBJEKTBERICHT: GRUNDSCHULE "IN DER STEINBREITE"

Lernen mit Licht

Neubau einer Passivhausschule in Hannover

Ausgezeichnet mit dem BDA-Preis Niedersachsens 2012 (Engere Wahl) ist die Grundschule „In der Steinbreite (IDS)“ ein gelungenes Beispiel für die bauliche Umsetzung von Bildungseinrichtungen. Angenehme Lernbedingungen standen bei dem zweigeschossigen Neubau an vorderster Stelle. Die pädagogischen Kriterien wurden ebenso berücksichtigt wie das zukünftige Lernumfeld und der Nachhaltigkeitsaspekt des Gebäudes.

Hell und Farbig

Die Aula, die als zentrale Begegnungsstätte fungiert, ist offen, transparent und hell angelegt. Die Verglasung erstreckt sich über zwei Etagen und bietet Blick auf den Pausenhof und den gegenüberliegenden Eingangsbereich. Als ein weiteres architektonisches Element wurde der Einsatz von Farben verwendet. Farbige Akzente in den Farbtönen Orange, Grün und Rot ziehen sich durch das gesamte Bauwerk und wirken gleichzeitig beruhigend, harmonisierend und anregend, ohne Unruhe zu erzeugen.

Der richtige Lichteinfall

Ein wichtiger Faktor für ein ideales Lernergebnis ist eine gute Tageslichteinstrahlung. Studien haben ergeben, dass psychomotorische Störungen und verminderte Lernerfolge bei schlechter Beleuchtung auftreten können. Bestätigend hierzu wurde nachgewiesen, dass bei der Verwendung von Tageslicht eine bessere Lernfähigkeit festzustellen ist. Allerdings herrscht nicht immer gutes Wetter und Kunstlicht muss die benötigte Helligkeit oft ergänzen, was mit hohen Energiekosten verbunden ist. Hier kommt die intelligente Ausrichtung der automatischen Außenjalousien zum Einsatz. Diese lenken den Lichteinfall so, dass immer genug Tageslicht in den Raum fällt und so auf den Einsatz von künstlichem Licht verzichtet werden kann. Somit wird ein entscheidender Beitrag zur Energieeinsparung geleistet. Gleichzeitig dienen die automatischen Lamellen als Blend- und Hitzeschutz und tragen zu einem angenehmen Raumklima bei.

Grün und Nachhaltig

Der Schulneubau wurde in Massivbauweise im Passivhausstandard mit hochgedämmter und luftdichter Außenhülle mit Ziegelverblendung erstellt. Farblich abgestimmte Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung und mit einzelnen, in den Fenstern integrierten grünen Glaselementen, runden den Außeneindruck des Gebäudes ab.

Besondere Anforderungen an das neue Schulgebäude waren die Umsetzung der neuesten energetischen Standards, um auch zukünftig nachhaltig zu wirtschaften. Die raumhohe Verglasung, die sich durch die große Einbauhöhe ergibt, wurde mit dem GUTMANN Fassadensystem LARA GF umgesetzt. Aufgrund des hoch wärmegedämmten Systems mit einer Profilansicht von 60 Millimetern, konnte der aktuellste Energiestandard verbaut werden.

Mit der Systemtechnologie der GUTMANN Passivhaussysteme MIRA therm 08 und LARA GF PH wurde die dreizügige Grundschule in eine „grüne“ Schule verwandelt. Durch die Konzipierung des Gebäudes als Passivhaus ist der Heizenergiebedarf auf einen Wert von nur 15 kW/m²a (Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr) begrenzt.

Auch das Dach der Schule steht unter dem Aspekt der grünen Gebäudehülle. Das Flachdach ist über dem Klassen- und Verwaltungstrakt mit Rasen bepflanzt, im Bereich der Sporthalle ist es mit Kieseln belegt. Das Gebäude wird prinzipiell über solare und interne Wärmegewinne beheizt, unterstützt durch eine Be- und Entlüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung von mehr als 80 Prozent. Die mechanische Belüftung des Gebäudes gewährleistet ein angenehmes Raumklima.

 

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